Starke Leistungen in Kanada

Nur zwei Wochen vor den Olympischen Crosscountry-Rennen zeigten die Athleten vom MULTIVAN MERIDA BIKING TEAM beim fünften Lauf des Crosscountry-Worldcups im kanadischen Mont Sainte-Anne starke Leistungen. Gunn-Rita Dahle Flesjå zeigte sich in alter Stärke und fuhr auf Rang Zwei. Bei den Männern erzielte José Hermida mit Rang 6 sein bestes Resultat der Saison, und Ondrej Cink überquerte hinter ihm als Siebter die Ziellinie.

 

 

Der Countdown bis zum Olympischen Crosscountry-Rennen läuft. Und das fünfte Rennen des Crosscountry-Worldcups diente quasi als Generalprobe. Ausgefahren wurde dieses Rennen auf der klassischen Strecke in Mont Sainte-Anne, auf der José Hermida 2010 Weltmeister geworden war. Mit Ausnahme einiger Fahrerinnen und Fahrer, die sich bereits für Rio schonten, war die Weltelite am Start. Neben der gewohnt anspruchsvollen, mit steilen Anstiegen sowie unzähligen Wurzeln und Felsen gespickten Rundstrecke bekamen es die Athleten auch mit schwülheissen Bedingungen und einigen Sommerschauern während der Rennen zu tun. Als Motivationsschub hatte MERIDA den drei Olympia-Startern vom MULTIVAN MERIDA BIKING TEAM Sonderausführungen ihrer Mountain-Bikes mit einer knallgrünen Lackierung bereit gestellt.  

 

Gleich nach dem Start des Frauenrennens gab Gunn-Rita Dahle Flesjå einige Positionen her. Nach der schmerzhaften Erfahrung an den Weltmeisterschaften, als sie im Gerangel um die besten Platzierungen nach nur dreihundert Metern zu Fall gebracht worden war, wollte die Norwegerin vom MULTIVAN MERIDA BIKING TEAM zwei Wochen vor den Olympischen Spielen keine unnötigen Risiken eingehen. Bereits am ersten, längeren Anstieg schob sich Dahle Flesjå jedoch resolut in die Top5 vor, und am Ende der Einführungsrunde lag sie bereits auf Rang Zwei. Die spätere Siegerin Catharine Pendrel war allerdings bereits um eine halbe Minute enteilt - und daran sollte sich bis ins Ziel nichts mehr ändern. Dahinter fuhr Gunn-Rita Dahle Flesjå ungefährdet auf Rang Zwei. 

 

«Dieses Erfolgserlebnis kam genau zur richtigen Zeit - nicht nur für mich, sondern für das gesamte MULTIVAN MERIDA BIKING TEAM. Ich war in Topform zu den Weltmeisterschaften angereist und konnte dort nichts zeigen. In der Lenzerheide litt ich noch immer unter den Sturzfolgen. Heute hat wieder alles gepasst, und im Worldcup vorne mitzufahren, bedeutet mir noch immer sehr viel. Darum gilt es, diesen Moment voll auszukosten», erklärte Gunn-Rita Dahle Flesjå nach dem Rennen. «Weil ich mein Training im Hinblick auf Rio voll auf Kraft und Geschwindigkeit ausgelegt habe, war die Strecke hier mit ihren steilen Anstiegen eine echte Herausforderung. Umso mehr freue ich mich über das heutige Resultat.»

 

Im Rennen der Herren tauchte Thomas Litscher ganz zu Beginn des Rennens an der Spitze auf. Damit schien der Schweizer vom MULTIVAN MERIDA BIKING TEAM seine starke Leistung zu bestätigen, die er eine Woche zuvor in England gezeigt hatte. Weil er aber in den Tagen vor den Rennen mit Magen- und Darmproblemen zu kämpfen hatte, fehlte Litscher in der Folge die Kraft - und er wurde gnadenlos durchgereicht. Genau umgekehrt verlief das Rennen für José Hermida und Ondrej Cink: Die beiden Olympia-Starter bekundeten Mühe, sich im Getümmel gleich nach dem Start vorne zu behaupten. Und sahen sich danach zu einer Aufholjagd gezwungen. Diese brachte beide bis weit in die Top10, und auf den letzten beiden Runden waren sie Rad an Rad unterwegs.

 

Leider waren die Top5-Platzierungen bereits ausser Reichweite, aber mit Rang 6 für José Hermida und Rang 7 für Ondrej Cink war das Resultat aus Sicht vom MULTIVAN MERIDA BIKING TEAM auch ohne Fahrer auf dem Podium erfreulich. Besonders Hermida zeigte sich im Ziel erleichtert: «Heute bot sich eine letzte Gelegenheit, um die Form vor Rio zu testen. Die Startphase war sehr chaotisch, aber danach konnte ich viel Kraft auf die Pedale bringen. Da war heute mein bestes Rennen der vergangenen drei Jahre und für meine Moral ein willkommener Aufsteller.» Weit weniger glücklich war Ondrej Cink: «Mein Start war leider nicht genug. Danach lief es mir immer besser, aber ich kann heute nur mit meiner Leistung zufrieden sein. Denn von der Form her hätte ich hier aufs Podium fahren müssen.»

 

UCI XCO Worldcup 2016: Lauf 5 in Mont Sainte-Anne, Kanada

Resultat Frauen:

1. Catherine Pendrel, CAN, in 1:31.31 Stunden

2. Gunn-Rita Dahle Flesjå, NOR/MULTIVAN MERIDA BIKING TEAM, + 0.43

3. Emily Batty, CAN, + 1.38