Ondrej Cink Zehnter in der Lenzerheide

Nur eine Woche nach den Weltmeisterschaften wurde in der Lenzerheide, Schweiz bereits wieder ein Rennen des Crosscountry-Worldcups ausgefahren. Während die Routiniers vom MULTIVAN MERIDA BIKING TEAM Mühe bekundeten, drehten Ondrej Cink und Thomas Litscher nach Problemen beim Start auf und fuhren die Ränge 10 und 15 heraus.

 

 

Hochsommerliche Temperaturen, die Höhenlage am Austragungsort Lenzerheide und eine technisch ausgesprochen anspruchsvolle Strecke verlangten den Athleten nur eine Woche nach den Crosscountry-Weltmeisterschaften von Nove Mesto alles ab. Da sie sich noch nicht von den Folgen des heftigen Sturzes an den Weltmeisterschaften erholt hatte, konnte Gunn-Rita Dahle Flesjå vom MULTIVAN MERIDA BIKING TEAM für einmal nicht ganz vorne mithalten. Auf den ersten beiden Runden konnte sie sich noch knapp in den Top10 halten, bis ins Ziel fiel die Norwegerin jedoch auf Rang 26 zurück. „Ich habe die ganze Woche zwischen den beiden Rennen wegen meinen Verletzungen schlecht geschlafen und gelitten. Dennoch kann ich mich glücklich schätzen, ohne Knochenbrüche davon gekommen zu sein. Weil bis zu den Olympischen Spielen nur noch zwei Rennen auf dem Kalender stehen, habe ich mich für einen Start in der Lenzerheide entschieden. Meine volle Leistung konnte ich aber heute nie abrufen“, so Dahle Flesjå nach dem Rennen der Frauen.

 

Im Rennen der Männer hatten die drei Athleten vom MULTIVAN MERIDA BIKING TEAM hart zu kämpfen: Ondrej Cink wurde im Rennen der Männer in der ersten Kurvee in die Abschrankungen gedrängt, musste voll abbremsen und danach mit einem schweren Gang wieder antreten. Der Tscheche startete eine furiose Aufholjagd und gab sich im Ziel kämpferisch: „Ich musste für einige Runden alles geben, um wieder in die Top15 vorzufahren. Dass es danach noch für Rang 10 gereicht hat, freut mich besonders. Ohne den Zwischenfall gleich nach dem Start wäre heute eine Podiumsplatzierung möglich gewesen.“ Thomas Litscher wurde nach einem guten Start in der zweiten Runde von einem Platten ausgebremst, ließ sich davon jedoch nicht beirren: „Der Weg zurück nach vorne hat Körner gekostet, und darum musste ich auf den letzten beiden Runden etwas rausnehmen. Ich wollte lieber ein solides Resultat erzielen, als es mit Brechstange zu probieren und zu explodieren. Mit Rang 15 habe ich das als viertbester Schweizer im Rennen geschafft. Der Plattfuss hat mich wohl 40 Sekunden gekostet - da wäre heute noch mehr möglich gewesen.“ José Hermida wurde im Rennen der Männer von Magenproblemen geplagt, war darum nie in den vorderen Positionen zu sehen und gab in der sechsten von acht Runden auf.