Podiumsplatzierung für Dahle Flesjå in Albstadt

Bei frühsommerlichem Wetter lud das südwestdeutsche Städtchen Albstadt zum zweiten Lauf des Crosscountry-Worldcups. Während Gunn-Rita Dahle Flesjå als Fünfte aufs Podium fuhr, verpassten die Männer vom MULTIVAN MERIDA BIKING TEAM ein Top10-Resultat.

 

 

Mit ihren langen, harten Anstiegen und schnellen Abfahrten, die kaum eine Gelegenheit zur Erholung bieten, gilt die Crosscountry-Strecke im Bullentäle bei Albstadt als hart und konditionell fordernd. Wegen des Wechsels von harten Anstiegen und Kraft raubenden Flachabschnitten wird in Albstadt zudem oft in Gruppen gefahren, ehe an den Anstiegen hart angegriffen wird. Kurzum: Starke Bergfahrer sind auf der Zollernalb im Vorteil. Nachdem die Fahrer vom MULTIVAN MERIDA BIKING TEAM zum Saisonauftakt in Australien unter den Erwartungen geblieben waren, wollten sie diese Scharte in der näheren Umgebung der Europa-Niederlassung von MERIDA  auswetzen. Als zusätzliche Motivation stand ihnen mit dem BIG.NINE ein neues Carbon-Hardtail zur Verfügung, das neben einer nochmals optimierten Geometrie auch spürbar mehr Komfort und Kontrolle auf holprigen Abschnitten bietet.

 

Da sie auf einen Start beim ersten Worldcup-Rennen der Saison im australischen Cairns verzichtet hatte, musste Gunn-Rita Dahle Flesjå aus der zweiten Reihe starten. Prompt büsste die Norwegerin vom MULTIVAN MERIDA BIKING TEAM bereits auf der Startschlaufe 19 Sekunden auf die schnellste Fahrerin und 12 Sekunden auf eine grössere Gruppe mit fast allen bekannten Namen ein. Eine halbe Runde später hatte sich Dahle Flesjå auf Rang Fünf vorgearbeitet und den Anschluss an eine Gruppe von Verfolgerinnen geschafft. Aber die spätere Siegerin Annika Langvad war zu diesem Zeitpunkt bereits enteilt - und fuhr einem überlegenen Solosieg entgegen. Für Dahle-Flesjå schien lange von Rang 2 bis Rang 5 alles möglich. „Heute hat mir in den Anstiegen etwas die Kraft gefehlt, um mit den schnellsten Fahrerinnen mitzuhalten. Dank dem neuen BIG.NINE konnte ich bergab immer wieder Lücken zufahren, aber mehr als Rang 5 lag so heute nicht drin. Aber auch dies ist ein guter Start in meine Worldcup-Saison, und ich bin mit dem Rennen wie mit der Platzierung zufrieden“, meinte Gunn-Rita Dahle Flesjå nach dem Rennen.

 

Für das Rennen der Männer musste Julian Schelb wegen seiner Pollenallergie Forfait erklären. Darum trat das MULTIVAN MERIDA BIKING TEAM mit nur drei Fahrern an. Die besten Chancen auf eine Top10-Platzierung durfte sich dabei Ondrej Cink ausrechnen, denn die harten Anstiege der Strecke in Albstadt kommen den Stärken des Tschechen entgegen. Leider rutschte Cink aber beim Start mit einer Fuss aus dem Pedal und verlor so eine Menge Positionen. In der Folge zeigte Cink ein starkes Rennen, überholte Fahrer um Fahrer und schob sich bis zur zweitletzten Runde bis auf Rang Sieben vor. Von einem Platz auf dem Podium trennten ihn zu dieser Zeit nur noch 30 Sekunden. „Aber die Aufholjagd nach dem missratenen Start hat zu viel Kraft gekostet. Und wenn einem auf dieser Strecke der Saft ausgeht, bekommt man die Quittung dafür sofort ausgestellt. Ich musste auf den letzten beiden Runden für das Tempo büssen, das ich zuvor angeschlagen hatte“, erklärte ein sichtlich enttäuschter Ondrej Cink im Ziel. Dieses erreichte er als Dreizehnter.

 

Nicht besser erging es José Hermida: Nach dem komplett missratenen Rennen zum Worldcup-Auftakt musste sich der Spanier am Start weiter hinten einreihen. „Mein Start war eigentlich in Ordnung, aber danach habe ich einfach keinen Rhythmus gefunden. Vor allem aber konnte ich an den steilen Anstiegen nicht mit den Attacken anderer Fahrer mithalten, und das hat mich leider immer wieder Positionen gekostet. Während der ersten beiden Runden habe ich noch auf eine Top10-Platzierung gehofft, danach auf ein Top20-Resultat. Dieses habe ich am Ende knapp verpasst“, so Hermida, der das Rennen in Albstadt auf Rang 21 beendete. Mit Thomas Litscher musste sich auch der dritte Fahrer vom MULTIVAN MERIDA BIKING TEAM am Start relativ weit hinten einreihen.Drei Runden lang konnte Litscher ein gutes Tempo fahren und sich im Klassement vorarbeiten. „Überzogen habe ich dabe nicht, aber ab der vierten Runde haben meine Beine zugemacht, und von da an musste ich bis in Ziel leiden“, blickte Thomas Litscher auf sein Rennen zurück, das er auf Rang 44 zu Ende fuhr.