Ondrej Cink holt EM-Bronze in Schweden

Bei den Europameisterschaften in der Disziplin Crosscountry fuhr Ondrej Cink als Dritter aufs Podest. Zudem verpasste der Tscheche von MULTIVAN MERIDA BIKING TEAM mit der Staffel seines Landes nur knapp eine weitere Bronze-Medaille und glänzte in diesem Rennen mit der besten Rundenzeit.

 

 

In der Olympia-Saison ist manches anders im Mountainbike-Sport. Das gilt auch für die Crosscountry-Europameisterschaften, welche dieses Wochenende im schwedischen Jönköping über die Bühne gingen. In anderen Jahren tritt nur einen Teil der Crosscountry-Elite zu den kontinentalen Meisterschaften an. Aber im Olympia-Jahr ist jeder Punkt für die Weltrangliste willkommen - ob für einzelne Fahrer oder für nationale Verbände, die sich noch Hoffnungen auf mehr Startplätze an den Olympischen Spielen machen. Prompt waren die Europameisterschafts-Rennen in Schweden durchs Band start besetzt. Aus Sicht vom MULTIVAN MERIDA BIKING TEAM waren in Jönköping Gunn-Rita Dahle Flesjå, José Hermida und Ondrej Cink am Start.

 

Die Organisatoren der Europameisterschaften hatten in Jönköping einen Crosscountry-Rundkurs ausgesteckt, der es in sich hatte: Auf einer Distanz von 4.2 Kilometer warteten drei längere Anstiege und insgesamt 200 Höhenmeter auf die Teilnehmenden, und diese Anstiege sollten sich in den Rennen als sehr selektiv erweisen. Den Auftakt zu den Europameisterschaften machte bereits am Donnerstag das Staffelrennen, bei dem mit Ondrej Cink nur ein Athlet vom MULTIVAN MERIDA BIKING TEAM mit von der Partie war. Als Schlussfahrer der tschechischen Staffel wurde er auf Rang Sechs ins Rennen geschickt. In der Folge lieferte Cink eine Kostprobe seiner Klasse: Mit der besten Rundenzeit aller Starter in diesem Rennen schob er sich noch auf Rang Vier vor und überholte dabei die Schlussfahrer der Briten und Spanier.

 

Im Rennen der Frauen zog Gunn-Rita Dahle Flesjå einen schlechten Tag ein und spielte darum im Kampf um die Medaillen nie eine Rolle. Die Norwegerin fuhr das Rennen jedoch zu Ende und überquerte die Ziellinie als Zehnte. „Auf Grund meiner Saisonplanung konnte ich heute keine Top-Leistung erwarten. In zwei Wochen sollte dies in Albstadt schon wieder ganz anders aussehen“, erklärte Dahle Flesjå nach dem Rennen. Mit José Hermida konnte auch der zweite Routinier in den Reihen des MULTIVAN MERIDA BIKING TEAM nicht in den Kampf um die Spitzenpositionen eingreifen. Er beendete das Rennen auf Rang 13 und meinte dazu: „Meine Schwäche ist noch immer der Start, wo ich zu wenig explosiv bin und oft durchgereicht werde. In den folgenden fünf Runden konnte ich zwar einiges an Terrain wieder gut machen, aber wegen dieses Efforts war ich in der Schlussrunde schlicht platt.“

 

Für den Glanzpunkt aus der Sicht vom MULTIVAN MERIDA BIKING TEAM sorgte Ondrej Cink. Gegen den späteren Gewinner Julien Absalon und Fabian Giger hatte der Tscheche zwar das Nachsehen, aber im Kampf um Rang Drei hatte Cink am Ende das bessere Ende für sich. Dafür benötigte er allerdings auch etwas Glück, wie er selber zugab: „Auf den ersten beiden Runden bin ich zu schnell gefahren, und dafür musste ich in der Folge büssen. Gegen Ende konnte ich nochmals aufdrehen, aber Lukas Flückiger ist im zweiten Anstieg dennoch an mir vorbeigezogen. In der folgenden Abfahrt hat er aber zu viel riskiert und ist gestürzt, und so konnte ich Rang Drei erben“, so Cink nach dem Rennen. „Vom sonnigen, warmen Wetter über die vielen Anstiege kam mir hier einiges entgegen, und mit der Bronze-Medaille bin ich sehr zufrieden.“

 

Crosscountry-Europameisterschaften 2016, Huskvarna-Jönköping, Schweden

Resultat Männer Elite (XCO):

1. Julien Absalon, FRA, in 1:35.34 Stunden

2. Fabian Giger, SUI, + 1.41

3. Ondrej Cink, CZE/MULTIVAN MERIDA BIKING TEAM, + 2.23