Zuversicht trotz fehlender Topplatzierungen

Zum Worldcup-Auftakt im australischen Cairns traten mit Ondrej Cink, José Hermida und Thomas Litscher nur drei von fünf Athleten vom MULTIVAN MERIDA BIKING TEAM an. Auch wenn die Platzierungen unter den Erwartungen blieben, gibt es einigen Grund zur Zuversicht.

 

 

Nach der langen Phase der Vorbereitung signalisierte der Worldcup-Auftakt im australischen Cairns den Startschuss zur Olympia-Saison. Auf die Athleten warteten tropische Hitze und eine schnelle Strecke mit einigen technisch anspruchsvollen Passagen und nur wenigen Möglichkeiten zum Überholen. Aus der Sicht vom MULTIVAN MERIDA BIKING TEAM verzichteten Gunn-Rita Dahle Flesjå und Julian Schelb auf die lange Reise nach Australien. Somit war das Team nur im Rennen der Männer vertreten, und zwar mit Ondrej Cink, José Hermida und Thomas Litscher. Am zuversichtlichsten war vor dem Rennen Ondrej Cink: Der Tscheche reiste in Topform nach Cairns und hatte sich viel vorgenommen. 

Aber nach nur 400 Metern kamen gleich hinter Ondrej Cink zwei Fahrer zu Fall, und dabei nahm das Schaltwerk an Cinks Rad Schaden. Nach der Reparatur seines Bikes in der Tech Zone nahm der Tscheche vom MULTIVAN MERIDA BIKING TEAM das Rennen mit drei Minuten Rückstand auf die Spitze als letzter Fahrer wieder auf. Auf seiner Aufholjagd erwiesen sich die vielen schmalen Passagen ohne Überholmöglichkeiten als Problem. So konnte Ondrej Cink nur noch bis auf Rang 38 vorarbeiten, ist für die kommenden Rennen aber sehr zuversichtlich. „Auch heute wäre ohne die ganzen Probleme in der ersten Runde eine Platzierung in den Top10, wenn nicht sogar in den Top5 in Reichweite gewesen“, meinte Cink nach dem Rennen. 

Ein Rennen zum Vergessen erlebte José Hermida: Im Vorfeld des Worldcup-Auftakts hatte er mit Allergie-Problemen zu kämpfen, und der Start ins Rennen in Cairns verlief alles andere als optimal. Beim Versuch, verlorenes Terrain wettzumachen stürzte der routinierte Spanier heftig, und in der letzten Runde fing er sich auch noch einen Plattfuss ein. So lag nicht mehr drin als Rang 42. Deutlich besser lief es Thomas Litscher als dem dritten Fahrer vom MULTIVAN MERIDA BIKING TEAM, der von Startplatz 52 aus ins Rennen ging. Eine eindrückliche Aufholjagd brachte den Schweizer bis Rennmitte weit nach vorne, aber auch in den roten Bereich. „Ich musste darauf etwas rausnehmen und genug trinken, ehe ich in der letzten Runde nochmals alles geben und bis auf Rang 22 vorfahren konnte“, erklärte Litscher im Ziel. Dass er das Ziel mit nur einer Minute Rückstand auf den Zehntplatzierten erreichte, ist Grund zur Zuversicht.