José Hermida mit Podestplatz vor Heimpublikum

Beim stark besetzten Rennen des Internationalen Katalonien-Cup in Banyoles zeigte José Hermida eine starke Leistung und ansteigende Form: Der Routinier vom MULTIVAN MERIDA BIKING TEAM bestimmte lange das Tempo an der Spitze und musste sich am Ende im Sprint um Rang Zwei nur knapp geschlagen geben.

 

Mit dem sechsten Gesamtrang hatte José Hermida bereits beim Afxentia-Etappenrennen in Zypern gezeigt, dass sein Formaufbau für die Olympia-Saison stimmt. Um zu Hause weiter an dieser Form zu feilen, war der Routinier vorzeitig aus Zypern abgereist und hatte auf einen Start am Rennen in Voroklini verzichtet. Dass diese Entscheidung richtig war, zeigte sich nun am vergangenen Sonntag beim Auftaktrennen des Internationalen Katalonien-Cup in Banyoles. Das Rennen der Männer war ausgesprochen stark besetzt. Für das MULTIVAN MERIDA BIKING TEAM traten mit José Hermida, Ondrej Cink, Thomas Litscher und Julian Schelb alle Männer in Spanien an, um bereits im März in einen Rennrhythmus zu kommen. Litscher und Schelb hatten noch immer mit den Folgen der Erkrankung zu kämpfen, die sie in Zypern ausgebremst hatte. Darum konnten sie das Tempo der schnellsten Fahrer nicht mitgehen.

Ondrej Cink fand seinerseits in Banyoles nicht das Gelände vor, auf dem er seine Stärken optimal ausspielen kann. Dass er dennoch gegen starke Konkurrenz als Zehnter knapp den Sprung in die Top10 schaffte, ist umso erfreulicher. Aber am meisten Freude hatte Team-Manager Fabian Aust am Routinier im MULTIVAN MERIDA BIKING TEAM. Denn José Hermida zeigte vor einem lauten Heimpublikum ein starkes Rennen: Vom Start weg bestimmte er das Tempo an der Spitze und sorgte so schon früh für eine Selektion. Schon bald kamen nur noch vier Fahrer für den Sieg in Frage. Außer Hermida waren dies die Franzosen Julien Absalon, Hugo Drechou und Victor Koretzky. Auf der zweitletzten Runde konnte mit Julien Absalon der prominenteste Rivale von Hermida das Tempo der Spitzengruppe nicht mehr halten. „Ich habe dann mit einem dreissig Sekunden langen Angriff in der Schlussrunde die Entscheidung zu erzwingen versucht. Leider hat dies nur gereicht, um Drechou zu distanzieren, nicht aber Koretzky“, meinte José Hermida nach dem Rennen.

Der Konter des jungen Franzosen brachte die Entscheidung im Rennen, und im Sprint um Rang Zwei musste José Hermida Drechou den Vortritt lassen. Als Dritter schaffte Hermida den Sprung auf Podest und war mit diesem Resultat vollauf zufrieden: „Ich habe mich schon beim Afxentia-Etappenrennen in Zypern gut gefühlt, aber das war ein weniger harter Test als ein reines Crosscountry-Rennen. Dass ich das Rennen von der Spitze aus vor diesem Publikum mit gestalten konnte, stimmt mich zuversichtlich. In der Schlussrunde musste ich eine kleine Lücke aufreißen lassen, die ich nicht mehr schließen konnte. Mit der Entwicklung meiner Form bin ich sehr zufrieden.“ Als Vorbereitung auf den Worldcup-Auftakt werden die Fahrer vom MULTIVAN MERIDA BIKING TEAM ein Rennen der italienischen Crosscountry-Rennserie in Mailand und dann den Auftakt des Swiss Cup bestreiten.

Copa Catalana Internacional, Banyoles (Spanien)
Resultat Männer:
1. Victor Koretzky, FRA, in 1:38.06 Stunden
2. Hugo Drechou, FRA, + 0.18
3. José Antonio Hermida, ESP/MULTIVAN MERIDA BIKING TEAM, + 0.19